Die Fondsbranche blickt auf ein sehr gutes Jahr 2017 zurück, wie die Statistiken von Bundesbank und BVI zum Jahresende zeigen. Dies betrifft sowohl die offenen Immobilien-Publikums-AIF als auch die offenen Spezial-AIF. Die Nettomittelzuflüsse des Publikumssegments lagen laut BVI bei 5,5 Mrd. Euro und damit noch einmal deutlich höher (rund 30 Prozent) als im Vorjahr (2016: 4,2 Mrd. Euro).

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„Auch wenn INTREAL in den vergangenen Jahren stark gewachsen ist, haben wir uns den Start-up-Charakter in gewisser Weise bewahren können. Damit meine ich vor allem, dass es Raum für Kritik und Verbesserungsvorschläge gibt und man nicht kritisiert oder „bestraft“ wird, wenn man seine ehrliche Meinung äußert.“

Sie sind die allererste Mitarbeiterin der INTREAL. Wie sind Sie zur INTREAL gekommen und wie hat sich der von Ihnen geleitete Bereich Portfolio Supervision entwickelt?
Ja, das stimmt. Gestartet bin ich 2006 bei Warburg – Henderson, wo ich zuletzt den Bereich Treasury geleitet habe. 2010 bin ich dann zur INTREAL gewechselt – als allererste Mitarbeiterin nach der Gründung des Unternehmens 2009. Damals gab es mit Pradera den ersten Fondspartner und es wurde deutlich, dass die Service-KVG dringend eine Schnittstelle zwischen dem Kunden und den internen Abteilungen einrichten musste. Die hier geforderten Aufgaben werden in einer KVG üblicherweise vom Portfolio Management abgedeckt. Als Service-KVG wollen wir uns aber auf die Auflage und Administration konzentrieren und diesen Bereich des Portfolio Managements bewusst nicht anbieten. Deshalb haben wir den Bereich Portfolio Supervision genannt, um ihn deutlich vom Portfolio Management zu unterscheiden. Seit 2009 beziehungsweise 2010 sind Jahr für Jahr neue Fondspartner hinzugekommen. Heute haben wir mehr als 35 Fondspartner.

Welche Rolle hat der Bereich Portfolio Supervision bei INTREAL?
Wir sind das Gesicht zum Kunden und so die Hauptschnittstelle zwischen den internen Abteilungen wie Fondsbuchhaltung und –controlling und den Fondspartnern. Besonders wichtig ist dabei der Dienstleistungs- und Service-Gedanke: Ich sehe uns als „Anwalt“ des Kunden, der – soweit wie möglich – seine Interessen über uns als Vermittler intern wie extern durchsetzen kann. Wer diesen Job macht, muss daher aufgeschlossen und über die verschiedenen Prozesse der einzelnen Abteilungen sehr gut informiert sein, um sie dann auch entsprechend koordinieren zu können.

Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus?
Das ist das Schöne an meiner Arbeit: Es gibt keinen Alltag. Jeder Tag ist anders. Unter anderem begleite ich alle neuen Fondspartner, die bei uns ihren ersten Fonds auflegen, gemeinsam mit einem Portfolio Supervisor. Wenn alle Prozesse rund laufen und eingespielt sind, übergebe ich die Betreuung komplett an den bereits eingebundenen Mitarbeiter. Neben dem operativen Bereich bin ich aber vor allem für sämtliche fondsübergreifende Themen zuständig und verhandle beispielsweise LOIs („Letter of Intent“ = engl. Absichtserklärungen zum Vertragsabschluss).

Daneben stehe ich natürlich meinen Mitarbeitern jederzeit für Fragen zur Verfügung. Generell lasse ich ihnen aber sehr viel Freiraum.

Was ist für Sie ganz besonders an INTREAL?
Auch wenn INTREAL in den vergangenen Jahren stark gewachsen ist, haben wir uns den Start-up-Charakter in gewisser Weise bewahren können. Damit meine ich vor allem, dass Raum für Kritik und Verbesserungsvorschläge gibt und man nicht kritisiert oder „bestraft“ wird, wenn man seine ehrliche Meinung äußert. Für viele Kollegen, die aus Konzernen zu uns wechseln, ist das eine neue Erfahrung – und besonders wichtig. Hier hat jeder die Chance, etwas zu bewegen und zu verändern.

Ein weiterer wichtiger Punkt sind die flachen Hierarchien: Die Geschäftsführer sind für jeden ansprechbar und pflegen einen entspannten Umgang mit den Mitarbeitern. Ich selbst gebe mir sehr viel Mühe, die Arbeitsbelastung fair zu verteilen, damit das Team harmonisch zusammenarbeitet und alle gerne zur Arbeit kommen. Dabei ist natürlich die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein wichtiger Faktor. So arbeiten meine Mitarbeiter zum Teil auch in Teilzeit oder von zu Hause aus.

Sie haben so gesehen Ihr Team bis heute selber ausgewählt und entwickelt. Sehen Sie das als Vorteil?
Nicht nur das. Ich sehe es sogar als großes Privileg an, dass ich mein Team mit den entsprechenden Kernkompetenzen über die vergangenen Jahre selber zusammenstellen konnte. Aktuell haben wir zehn Portfolio Supervisor, vier Assistant Manager und zwei Fachspezialisten (Bewertung & Finanzierung). Dass die Zusammenarbeit unter ihnen sehr harmonisch ist, liegt sicher in großem Maße auch an der Auswahl der einzelnen Charaktere, die sich gut ergänzen.

Sie sind Französin – gibt es etwas, das sich die Deutschen von unseren Nachbarn abschauen sollten?
Ich glaube, ich bin sogar mehr Deutsche als Französin – zumindest im Hinblick auf Pünktlichkeit und Sachlichkeit. Da ich mein gesamtes Berufsleben hier verbracht habe, fällt es mir eher schwer, tatsächliche Unterschiede aufzudecken. Eines vielleicht: Die Wertstellung des Mittagessens ist in Deutschland anders. Das wird manches Mal – zum Beispiel bei längeren, externen Meetings – einfach vergessen. Das finde ich schade.

„In meinem 7-köpfigen Team ist mir die Kommunikation und gegenseitige Unterstützung sehr wichtig. Dabei hat Vertrauen und auch Spaß an der Arbeit hohe Priorität. Ein stets offenes Ohr für die Anliegen meines Teams, ist für mich dabei selbstverständlich.“

Sie halten der INTREAL schon seit April 2011 die Treue, sind aber erst seit März 2016 in der Fondsbuchhaltung. Wie war Ihr Weg dorthin?
Ich habe bei der Warburg – Henderson KVG (heute Warburg-HIH Invest) im Bereich Unternehmensbuchhaltung- bzw. -controlling angefangen. Das hat mir sehr viel Spaß gemacht. 2015 wurde mein Aufgabenbereich durch Veränderungen in der Gesellschaftsstruktur aufgesplittet und ich wechselte in die Fondsbuchhaltung der INTREAL.

Und wie gefällt es Ihnen dort?
Sehr gut! Die Fondsthemen haben mich begeistert. Das Spannende ist, dass es hier keine normale Buchhaltertätigkeit ist. Wir haben einen direkten Draht zum Kunden und unterstützen sie mit unserem Fachwissen.

Wie bringen Sie Quereinsteigern die Fondsthemen nahe?
Wir betreuen Immobilienfonds mit verschiedenen Strukturen im In- und Ausland. Das setzt ein umfassendes Know-how voraus. Die neuen Mitarbeiter werden vielseitig unterstützt: Jeder neue Mitarbeiter wird von einem Paten begleitet, der bei der persönlichen Integration unterstützt. Erfahrene Kollegen vermitteln die fachlichen Kenntnisse, arbeiten die neuen Kollegen in das Tagesgeschäft ein und stehen unterstützend zur Seite. Durch interne Schulungen wird das Fachwissen laufend vertieft.

Hat Ihr Team gewisse Schwerpunkte?
In der Fondsbuchhaltung sind die Teams nach Kunden aufgestellt. Mein Team betreut neben verschiedenen Fondspartnern auch die KVG-Kunden. Bei neuen Kunden kümmern wir uns um das Onboarding, um die Weiterentwicklung von Prozessen sowie die Anbindung und Definition von Datenschnittstellen. Die Betreuung von Publikumsfonds nimmt einen großen Schwerpunkt meines Teams ein.

Was ist Ihnen als Teamleiterin wichtig?
In meinem 7-köpfigen Team ist mir die Kommunikation und gegenseitige Unterstützung sehr wichtig. Dabei hat Vertrauen und auch Spaß an der Arbeit hohe Priorität. Ein stets offenes Ohr für die Anliegen meines Teams, ist für mich dabei selbstverständlich.

Was macht das Arbeiten bei INTREAL aus?
Das familiäre Umfeld und die offene Arbeitsatmosphäre in der man immer Lob und Kritik äußern kann. Insgesamt hat jeder Mitarbeiter Mitspracherecht und kann Verbesserungsvorschläge einbringen. Ganz besonders gefällt mir, dass Schwierigkeiten schnell angepackt und verändert werden.

Zum Abschluss: Was machen Sie in Ihrer Freizeit?
Außerhalb des Büros bin ich viel sportlich unterwegs. Seit 25 Jahren spiele ich Volleyball in einer Mannschaft. Zur Entspannung mache ich Pilates und Yoga.

Die INTREAL International Real Estate Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH (INTREAL) ist im Jahr 2017 mit hoher Geschwindigkeit weitergewachsen. Nachdem die Assets under Administration (AuA) bereits 2016 um rund ein Drittel zugenommen hatten, konnten sie 2017 um rund 38 Prozent gesteigert werden. Die AuA erreichten Ende 2017 rund 18,6 Mrd. Euro (Ende 2016: 13,5 Mrd. Euro). Vergleichbar positiv ist auch die Entwicklung bei den administrierten Fonds sowie bei der Anzahl der dazugehörigen Immobilien: Wurden Ende 2016 noch 83 Immobilienfonds verwaltet, waren es ein Jahr später 114. Die Portfolios dieser Fonds umfassten per Ende 2017 857 Immobilien (Vorjahr: 629 Objekte).

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Die zur ILG Gruppe gehörende ILG Capital GmbH hat ein weiteres institutionelles Mandat erhalten. Das als offener Spezial-AIF konzipierte Mandat plant Gesamtinvestitionen von rund € 400 Mio. in deutsche Einzelhandelsimmobilien. Davon sollen € 250 Mio. über Eigenkapital finanziert werden. Es handelt sich um einen Individualfonds, der weiteren Anlegern nicht zugänglich ist. Einziger Investor ist die Helaba Invest, die über ihre Immobilien-Multi Manager Mandate investiert. Die Administration des offenen Im-mobilien-Spezial-AIF erfolgt durch die INTREAL als Service-KVG.

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RLI Investors (RLI), ein unabhängiger Asset- und Fondsmanager und Spezialist für Logistikimmobilien in Deutschland, hat das zweite Closing für seinen RLI Logistics Fund – Germany II abgeschlossen und von institutionellen Investoren weitere Eigenkapitalzusagen in Höhe von 60 Mio. Euro erhalten. Damit steigt das Eigenkapitalvolumen des 2017 aufgelegten Fonds auf 160 Mio. Euro an. Bei einem ersten Closing des Fonds im Mai 2017 waren bereits 100 Mio. Euro eingeworben worden. Ein abschließendes Closing ist für Mitte 2018 vorgesehen.

Der offene Immobilien-Spezial-AIF „RLI Logistics Fund – Germany II“ wird durch die Service-KVG INTREAL administriert.

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